Otto Heinrich Friedrich Kreibaum, 19021985 (83 Jahre alt)

Name
Otto Heinrich Friedrich /Kreibaum/
Familie mit Eltern
Vater
18691933
Geburt: 11. Oktober 1869 38 39 Bisperode, Coppenbrügge, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland
Tod: 16. Februar 1933Bisperode, Coppenbrügge, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland
Mutter
18741939
Geburt: 23. September 1874 36 34 Salzhemmendorf, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland
Tod: 27. Dezember 1939Bisperode, Coppenbrügge, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland
Heirat Heirat22. September 1894Salzhemmendorf, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland
8 Monate
älterer Bruder
18951977
Geburt: 22. Mai 1895 25 20 Bisperode, Coppenbrügge, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland
Tod: 1977
14 Monate
älterer Bruder
18961896
Geburt: 26. Juli 1896 26 21 Bisperode, Coppenbrügge, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland
Tod: 3. November 1896Bisperode, Coppenbrügge, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland
14 Monate
älterer Bruder
1897
Geburt: 27. September 1897 27 23 Bisperode, Coppenbrügge, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland
3 Jahre
älterer Bruder
21 Monate
er selbst
19021985
Geburt: 24. Januar 1902 32 27 Bisperode, Coppenbrügge, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland
Tod: 18. November 1985Lauenstein, Salzhemmendorf, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland
13 Monate
jüngerer Bruder
19031983
Geburt: 14. Februar 1903 33 28 Bisperode, Coppenbrügge, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland
Tod: 21. August 1983Hameln, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Deutschland
Geburt
Beruf
Gemeinsame Notiz

Lebenswerk und Ahnen des Unternehmers Otto Kreibaum
von Ludwig Schwabe
Das Jahr 1977 bringt für den Fabrikanten und Unternehmer Otto Kreibaum zwei besondere Höhepunkte: die Vollendung des 75 . Lebensjahres und den Tag des 50jährigen Bestehens seines Lebenswerkes, nämlich der Entwicklung und Fertigung der OKAL -Fertighäuser, die heute weit über die Grenzen der
Bundesrepublik Deutschland hinaus ein Begriff sind.
Der Jubilar ist das Beispiel eines Selfmademans und Unternehmers in
besonderem Sinne. Er entstammt einer Familie von Sattlermeistern in der VI. Generation, hat selbst in seiner Jugend noc h dieses Handwerk erlernt und ist erst danach zum Tischlerhandwerk übergegangen und wurde Tischlermeister. Ein Mann ohn e Abitur und Studium hat es nicht nur fertiggebracht, sein Können in seinem Berufe in großzügigster Weise einzusetzen , sondern hat darüber hinaus -
oft in durchwachten Nächten - Erfindungen gemacht auf allen möglichen Gebieten, für die die Lizenzen in alle Welt ginge n, besonders in die USA.
Diese Lizenzen brachten ihm das nötige Kapital ein, das er für den Auf- und
Ausbau seines Werkes benötigte.
Im Jahre 1927 richtete er in Lauenstein im Kreise Hameln-Pyrmont eine
Möbeltischlerei ein. Er erweiterte sie ständig, mußte dann allerdings Anfang
der dreißiger Jahre einen schweren Rückschlag hinnehmen, als sein Betrieb in
Flammen aufging. Es kam ihm damals zugute, daß die Regierung ab 1933 zur
Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Mittel bereitstellte, so daß er seine
Werkstätten größer und moderner denn zuvor wieder aufbauen konnte. Das Werk
wuchs danach weiterhin als ein kerngesundes Unternehmen.
Nach dem Krieg wurde der Betrieb ständig erweitert, denn es bestand ein groáer
Bedarf an Möbeln, weil viele Familien, Einheimische und Heimatvertriebene,
sich nach dem Verlust ihrer Habe neu einrichten mußten. Kreibaum erkannte aber
sehr bald, daß die "Möbelwelle" nicht ewig dauern würde und stellte seinen
Betrieb auf die Herstellung von Fertighäusern um, deren Type er sorgsam
ersonnen hatte. Seine OKAL-Häuser wurden bald führend in der Branche, zumal
ständig an ihrer Weiterentwicklung gearbeitet wurde. Diese Fertighäuser,
zunächst sehr schlicht, dann aber auch komfortabler, hatten vor allem den
großen Vorteil, daß die Bauinteressenten schnell zu ihrem Haus kamen und
ihnen umständliche Verhandlungen, lange Wartezeiten und viel Ärger erspart
wurden. Da die Nachfrage nach den OKAL-Häusern ständig wuchs, wurden in den
nächsten Jahren Zweigwerke in Berlin, in Wahlstedt in Schleswig-Holstein, in
Büdingen in Oberhessen, in Titisee im Schwarzwald, in Elsendorf in
Niederbayern, in Petersbach in Frankreich und in Brixen in Südtirol errichtet.
Dadurch wurden Wege erspart und den Interessenten die Besichtigung der
Modellhäuser erleichtert. Im Laufe der Zeit kamen dazu noch über 30
Vertriebsstellen im In- und Ausland.
Bald nach der Gründung des Zweigwerkes im Schwarzwald bot sich für Kreibaum
die Gelegenheit, das Gelände des stillgelegten Braunkohlenwerks Humboldt in
Thüste zu erwerben, um dort Fertigteile für Kellerfundamente herzustellen. Man
ging aber bald wieder davon ab, weil der Transport zu teuer war. Auch ein
neues Modell wurde nicht in die Produktion aufgenommen. Heute entstehen dort
ebenfalls Einzelteile für Fertighäuser. Aus kleinen Anfängen entwickelte sich
auch hier ein Betrieb, der an die 300 Menschen beschäftigt, nachdem zuvor die
Stillegung der Gewerkschaft Humboldt die anliegenden Gemeinden hart getroffen
hatte.
Daß dieses Zweigwerk in der Gemeinde Thüste entstand, also in der Heimat des
mütterlichen Großvaters, mag von besonderem Interesse sein. Beim Studium der
Ahnentafel Kreibaum fällt darüber hinaus auf, daß fast alle Vorfahren in einem
verhältnismaßig kleinen Raume beheimatet sind, vornehmlich im Kreise
Hameln-Pyrmont sowie in den Randgebieten des Kreises Holzminden bzw. der
früheren Kreise Springe und Gronau einschließlich der Stadt Gronau, dem
Stammort der Familie Kreibaum. Von wenigen Ausnahmen abgesehen waren fast alle
Vorfahren Bauern und Handwerker, erst von der VII. Generation an sind einige
Pastoren darunter. Die Ahnentafel zeigt damit eine beachtenswerte
soziologische Geschlossenheit und ist ein Musterbeispiel niedersächsischer,
bäuerlich-handwerklicher Berufs- und Heimattreue.
In Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die Wirtschaft des Landes
Niedersachsens wurde Otto Kreibaum an seinem Geburtstage auch mit dem
Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens ausgezeichnet.

Als Quellen wurden benutzt:
Die Kirchenbücher der erwähnten Gemeinden.
M. Burchard u. H. Mundhenke: Die Kopfsteuerbeschreibung der Fürstentümer
Calenberg-Göttingen und Grubenhagen von 1689 (einschl. 1664), 13 Bde,
1941-1972.
M. Burchard: Die Bevölkerung des Fürstentums Calenberg-Göttingen gegen Ende
des 16. Jahrhunderts, Leipzig 1935.
H. Berner: Alte Bauernhöfe im Amt Grohnde, Heft 1: Hajen.
Ph. Meyer: Die Pastoren der Landeskirchen Hannovers und Schaumburg-Lippes seit
der Reformation, 3 Bde, 1941, 1942 und 1953.
Das Hausbuch des Amtes Lauenstein von 1593.
Die Kirchen- und Kapellenrechnungen der Kirchengemeinde Wallensen.
Wikipedia:
Otto Kreibaum

Otto Kreibaum senior (* 24. Januar 1902 in Bisperode; + 18. November 1985 in Lauenstein) war ein Unternehmer.

Der ältere Bruder von Friedrich Kreibaum pachtete 1928 eine Möbeltischlerei in Lauenstein. Mit zwei Mitarbeitern und ei nem Lehrling begann er die Produktion von Kleinmöbeln. Ein Wasserrad mit einer Leistung von zehn PS war das einzige Hil fsmittel.
Kurz nach der Wirtschaftskrise entdeckte er eine Marktlücke, begann 1931 mit der Serienfertigung von Speisezimmern un d beschäftigte bald 100 Mitarbeiter. Zwei Jahre später wurde mit 300 Beschäftigten in Schichten gearbeitet. 1937 ware n es mehr als 500 Mitarbeiter, die nun auch Schlafzimmer in Serie fertigen. 1940 vernichtete ein Großbrand die gesamt e Schlafzimmer- und Sperrholzproduktion.

Im Zweiten Weltkrieg konnte die Fabrikation nur unter schwierigsten Umständen fortgesetzt werden konnten. Nach Kriegsen de wurde mit dem erneuten Aufbau begonnen, und 1947 stand die Hauptfabrikationsstätte wieder. Dafür gab es jetzt Rohsto ffknappheit. Otto Kreibaum machte jedoch aus der Not eine Tugend und entwickelte das Spanplattenstrangpressverfahren, m it dem er kontinuierlich Röhrenspanplatten für die Möbelproduktion herstellen konnte. Seine Firma wurde später OKAL (Ot to Kreibaum aus Lauenstein) genannt. Nach der Patentierung des Verfahrens gründete er eine eigene Maschinenbaugesellsch aft, um selbst Pressen herstellen zu können. Da dieses Material auch ausgezeichnet zum Bauen von Häusern geeignet war , wurde in dieser Richtung weitergedacht und investiert. 1953 entstand aus Röhrenspanplatten das erste OKAL-Haus in Lau enstein, bevor am 1. August 1959 mit der Serienproduktion von OKAL-Fertighäusern begonnen wurde. Damit war der Grundste in zu dem heutigen Unternehmen gelegt.

Gemeinsame Notiz

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Birth
Bisperode ist eine Ortschaft im Flecken Coppenbrügge im Kreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen (Deutschland).
Der Ort gehört zu der "ingerode"-Namensgruppe, die vom Leinetal ausgehend gegen Ende des 13. Jahrhunderts in
Begrenzung im niederdeutsch-ostfälischen Raumes auftritt und auf innerdeutsche Kolonisation durch weltliche und
geistliche Grundherren hinweist.
Geschichte
Der Ort ist entstanden aus der Rodesiedlung des Bistums Hildesheim,
zu dessen Grundbesitz diese Gegend gehörte. Urkundlich erwähnt
wurde Bisperode zuerst 1219 als Biscopincgerothe, als der Landwirt
Henrizius aus Kemnade bei Bodenwerder vom Bistum Hildesheim das
Gebiet zum Lehen bekam und sich fortan Henrizius von
Biscopingerrode nannte. Nach dem Aussterben des Geschlechts der
Biscopincgerothe erwarben die Guts- und Gerichtsherren von Werder
de Insula von 1491 bis 1665 das Gebiet zum Lehen, zuletzt Jobst von
der Werder. Nach dem Dreißigjährigen Krieg durch das Einziehen
weiterer Ländereien vergrößerte sich das Gut. Es kam als Lehen an die
kurkölnische Familie Wolff-Metternich zur Gracht. 1610 erfolgte die
Erweiterung des Dorfes bis zum Kirchdorf Dadersen.
Im Ort befindet sich das Wasserschloss Bisperode, eine
Dreiflügelanlage, die innerhalb eines rechtwinkligen, steil ummauerten
Grabens liegt. Der im Inneren unvollendet gebliebene Barockbau
wurde durch den Kapuzinermönch Ambrosius von Oelde (Westfalen)
erbaut.
Zur Entwicklung des Postwesens in Bisperode siehe: Postroute
Braunschweig-Holzminden.
1875 hatte Bisperode 1.062 Einwohner und 158 Wohnhäuser. 1893
wurden der Schützenverein Bisperode und 1910 der Turn- und
Sportverein Bisperode gegründet. 1933 leben 961 Einwohner im Ort.
Im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform kam am 1. Januar 1973
die Gemeinde Bisperode vom Landkreis Holzminden zum Landkreis
Hameln-Pyrmont und wurde ein Ortsteil des Fleckens
Coppenbrügge.[2]
Kirche
Die Kirche St. Peter und Paul steht oberhalb des Dorfs und besteht aus
einem romanischen Turm und einem barocken Langhaus aus dem
Jahre 1716. Der Fachwerkanbau wurde 1770 von dem Geschlecht
Hake als Familiengruft errichtet.[3]
Die von der Orgelbauer-Familie
Euler aus dem Reinhardswald im Jahre 1830 erbaute Orgel wurde im
Jahre 2009 durch den Hersteller Seifert aus Kevelaer ersetzt. Das
Orgelprospekt ist denkmalgeschützt und blieb erhalten.
Politik
Der Ortsrat setzt sich aus acht Gemeindevertretern zusammen.
Darunter 4 Vertreter der CDU, 3 der SPD und ein Vertreter der FDP.
Ortsbürgermeister ist Andreas Voß (CDU), der auch Eigentümer des
Rittergutes Bisperode ist.
Verkehr
Der Ort liegt an der Landesstraße 588.
Einzelnachweise
[1] http:/ / toolserver. org/ ~geohack/ geohack. php?pagename=Bisperode&
language=de& params=52. 085833333333_N_9.
4997222222222_E_dim:10000_region:DE-NI_type:city
[3] www.dewezet.de (http:/ / www. dewezet. de/ portal/
historie_Bestattungen-in-der-Peter-und-Paul-Gemeinde-_arid,242325. html)
Weblinks: www.bisperode.de (http:/ / www. bisperode. de)

Death
Lauenstein liegt im Weserbergland, unweit der einzigen tieferen Einsenkung im Kamm des Höhenzuges Ith, in einem quer zu m Ithkamm nach Osten abfallenden Tal. Ein Teil der jüngeren Bebauung reicht über das Tal hinaus bis an die Osthänge de s Iths und in das Saaletal hinein.
Geschichte
Lehnswesen
Lehnsherren im Bereich des Amtes waren die Edelherren von Homburg, die von 1152 bis 1409 die Herrschaft ausübten. Ihr S itz war die Homburg bei Eschershausen. Auch die Grafen von Spiegelberg waren von 1152 bis 1557 Lehnsherren. Sie saßen a uf der Burg Spiegelberg und später der Burg Coppenbrügge. Ein weiterer bedeutender Lehnsherr war Bock von Nordholz, de r auf der Burg Nordholz in Nordholz am Osterwald saß.
Mittelalter
Um 1215 erbaute Graf Bernhard von Poppenburg die Burg Spiegelberg und nannte sich seither Graf Bernhard von Spiegelberg . Im Jahr 1226 wurde vom Untergang der Burg Spiegelberg[1] berichtet, als die Edelherren von Homburg aus Stadtoldendor f das Herrschaftsgebiet von Bernhard von Spiegelberg erkämpften und es als Vogtei mit ihrer Herrschaft Homburg vereine n konnten. Bernhard musste auf Befehl des Kaisers außer Landes gehen. Oberhalb des heutigen Dorfes Lauenstein errichtet en die Homburger wahrscheinlich im 13. Jahrhundert die Burg Lauenstein als das neue ?Castrum Lewenstein?. Als solches w urde es erstmals im Jahr 1247 urkundlich erwähnt, als Heinrich von Homburg die Burg dem Welfenherzog Otto das Kind über trug und sie als Lehen zurück erhielt. Kurz darauf siedelten Einwohner aus später wüst gefallenen Dörfern im Schutz de r Burg.
Im Jahr 1359 wurde das homburgische Amt Lauenstein mit 40 Ortschaften im Gebiet zwischen Ith, Hils und Leine erstmals u rkundlich genannt. Der letzte Nachkomme der Homburger starb 1409 und vererbte die Burg an die welfischen Herzöge von Br aunschweig-Lüneburg. Die inzwischen nach Coppenbrügge zurückgekehrten Spiegelberger wollten ihre ehemaligen Besitzunge n wieder zurückholen. Bei den Fehden wurde Wallensen, ein Ortsteil von Salzhemmendorf, vollständig zerstört.
Im Jahr 1430 wurde der Flecken Lauenstein erstmals urkundlich genannt. Die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg verpfändet en 1433 wegen finanzieller Schwierigkeiten die Burg Lauenstein an das Bistum Hildesheim, das es in der Folge an die Brü der von Cramm im Jahr 1434, Ludolf von Ruscheplate im Jahr 1445, die Gebrüder Bock von Nordholz im Jahr 1456, Bartold v on Oberg und die Ritter Gebrüder vom Rutenberge im Jahr 1495, Heinrich von Saldern im Jahr 1497 und Burchard von Salder n im Jahr 1515 afterverlehnte.
Neuzeit
1518 eroberte der Hildesheimer Bischof Johannes IV. von Sachsen-Lauenburg die Burg Lauenstein. In der Folge wurde Burch ard von Saldern vertrieben und der Burgflecken niedergebrannt. Als Nachfolger bestimmte der Bischof einen Vogt aus Hild esheim. Die machtpolitische Vorgehensweise des Bischofs hatte die Hildesheimer Stiftsfehde zur Folge.
Die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg eroberten 1521 Lauenstein zurück und setzten Burchard von Saldern wieder als Herr n auf Lauenstein ein. Im Jahr 1550, nach dem Tod seines Vaters, übernahm Heinrich von Saldern Lauenstein. Dieser entzwe ite sich 1587 mit den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg. Daraufhin wurde er seiner Ämter enthoben und vertrieben. In d er Folge wurden Amtmänner als Verwalter auf der Burg Lauenstein eingesetzt. 1590 wurde Lauenstein durch Herzog Heinric h Julius das Marktrecht verliehen.
Nachdem die Burg Lauenstein als Folge des Dreißigjährigen Krieges zerstört wurde, wurde der Amtssitz 1709 vorübergehen d auf die Domäne Eggersen verlegt. 1716 kam Christian Eberhard Niemeyer nach Lauenstein, wo er über 50 Jahre als Amtman n tätig war[2]. Am 20. Oktober 1730 brannte der Ort durch Fahrlässigkeit eines Bäckers nieder. Der Wiederaufbau, unte r Verwendung von Steinen aus der oberhalb gelegenen Burg Lauenstein, dauerte drei Jahre. Im Jahr 1737 kaufte Amtmann Ni emeyer das Gelände der Vorburg, die Knabenburg, und betrieb dort bis 1850 Landwirtschaft. Anfang des 19. Jahrhunderts w urde die verfallende Burg Lauenstein abgebrochen.
Im Jahr 1852 erhielt Lauenstein ein Amtsgericht.
Wappen
Ortswappen
Im gespaltenen Schild links die verschlungenen goldenen Buchstaben L und S auf blauem Grund, rechts eine halbe golden e Wappenlilie auf rotem Grund sowie rechts und links oben und in der Mitte unten je einen goldenen Stern. Die Buchstabe n L und S bedeuten Lauenstein. Die Brüder von Cramm, die 1434?1445 Herren der Burg Lauenstein waren, trugen eine Lili e im Wappen. Das halbierte Wappenbild weist wahrscheinlich darauf hin, dass die Lauensteiner zwar Untertanen der Burghe rren waren, der Flecken aber eine eigene Verwaltung (Bürgermeister und Rat) errungen hatte. Die drei Sterne sollen unte r Herzog Erich I. von Calenberg (1495?1540) dazugekommen sein, der als Dank des Kaisers für eine Lebensrettung einen St ern über seinem Wappen anbringen durfte.
Sehenswertes
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Burg Lauenstein wegen zunehmenden Verfalls abgerissen. Heute ist sie eine Burgrui ne.
Die St. Annen-Kapelle ist eines der ältesten Gotteshäuser im Kreisgebiet, heute ist sie eine Friedhofskapelle. Der Tur m wurde um 1126 und das erste Schiff um 1162 erbaut. Die Errichtung des Choranbaus erfolgte im Jahr 1464. Über dem Maßw erk des Chorfensters gibt es eine Inschrift in gotischen Kleinbuchstaben. Die Kapelle verfügt über einen Altar mit eine m ehemaligen Reliquiengrab und Weihekreuzen. Eine alte Piscina befindet sich in der Ostwand. Ehemals gab es zwei Empore n, die im Rahmen einer Renovierung im Jahr 1954 entfernt wurden. In dem mit Steinplatten aus dem Solling bedeckten Kirc hturm befindet sich die Glocke Madonna vom Spiegelberg von 1695.[3]
Der Ithturm bietet eine Aussicht über die Region. Des Weiteren gibt es in Lauenstein ein Naturerlebnisbad.
Wirtschaft
Neben der Landwirtschaft wurde ab 1780 in Heimarbeit Wolle für die Hamelner Weberei gesponnen. Zahlreiche Bewohner arbe iteten bei der von Otto Kreibaum gegründeten Fertighausgruppe OKAL, die ihren Stammsitz und das Werk für Niedersachse n bis 2005 in Lauenstein hatte. Hier existiert ein Musterhausgelände.
Religionen
Die historische St. Nikolai-Kirche an der Straße Im Flecken gehört zum evangelisch-lutherischen Gemeindeverband Saaleta l. Der Gemeindeverband betreibt auch die Kindertagesstätte Villa Kreibaum an der Mühlenstraße.
Die katholische St. Benedikt-Kirche wurde 1961 am Dahlienweg errichtet, nach dem sich in der Nachkriegszeit eine kathol ische Kirchengemeinde in Lauenstein gebildet hatte. 1968 bekam sie eine inzwischen profanierte Filialkirche in Coppenbr ügge. Seit 2006 gehört die katholische Kirche in Lauenstein zur Pfarrgemeinde St. Joseph in Gronau.
Auf dem Friedhof an der Straße nach Hemmendorf befindet sich die St. Annen-Kapelle, auch Spiegelberger Kapelle genann t (siehe Sehenswertes).
Persönlichkeiten
Ernst Rudorff (1840-1916), Komponist, Musikpädagoge und Naturschützer in Lauenstein
Otto Kreibaum, (1902-1985), Unternehmer, Gründer von OKAL (Otto Kreibaum Aus Lauenstein)
Quellen
? Margret Zimmermann, Hans Kensche: Burgen und Schlösser im Hildesheimer Land. 1. Auflage. Hildesheim: Lax, 1998, ISB N 3-8269-6280-X, S. 95.
? http://www.rittergut-brokeloh.de/geschichte.htm
? Erläuterungtafel am Eingang St. Annenkapelle
Weblinks
Wikisource: Lawenstein in der Topographia Braunschweig Lüneburg (Matthäus Merian)